Am ersten Abschlag verweilten die Golfer besonders gern. Dort gab es nicht nur die beliebte Erfrischung im Eisbecher, sondern auch ein Lächeln von Maru Scheel: Die 49erFX-Seglerin reichte die Portionen persönlich an die Teilnehmer weiter. Scheel gehört zu den Talenten, die von der Stiftung Kieler Sporthilfe (SKS) gefördert werden – und packte genau deshalb mit an. Um Mittel für den regionalen Spitzensportnachwuchs zu generieren, richtet die Stiftung jedes Jahr ein eigenes Golfturnier aus, das am vergangenen Freitag im Golf-Club Altenhof Station machte.
Die Mühe zahlte sich aus: „Wir sind sehr froh über die tolle Resonanz und darüber, dass fast 23.000 Euro für unsere Talentförderung eingespielt wurden“, sagte Steffen Schneekloth, Vorstandsvorsitzender der SKS. „Vielen Dank an alle Unterstützer des Turniers. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.“ Aktuell unterstützt die Stiftung 20 Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg in die internationale Spitze.

Wie wichtig diese Hilfe ist, betonte Scheel: „Die Kieler Sporthilfe gibt uns eine Absicherung und verschafft uns etwas Entspannung bei der Budgetplanung. Selbst in der Phase, als wir nicht dem Bundeskader angehörten, haben wir volles Vertrauen gespürt und den Rücken gestärkt bekommen“, sagte die 26-Jährige. Gemeinsam mit ihrer Vorschoterin Freya Feilcke segelte sie im Mai bei der Weltmeisterschaft im französischen Quiberon auf Rang fünf. Das große Fernziel des Duos: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Dorthin wollen auch ihre nationalen Konkurrentinnen Emma Kohlhoff und Anna Barth (ebenfalls 49erFX), die an Bahn vier für die Verpflegung mit frischen Panini sorgten. 49er-Athlet Frederik Schwall sowie Leichtathlet Christian Huwald waren ebenso im Einsatz. Nach einer von Rückschlägen geprägten Saison blickt Huwald wieder optimistisch nach vorn: „Bis zum Winter steht ein gezielter Trainingsaufbau an. Mein klares Ziel ist es, in der für mich neuen U23-Klasse über 1500 und 5000 Meter anzugreifen.“

Auch auf den Grüns und Fairways ging es sportlich ambitioniert zu. Die Nettowertung der Klasse bis Handicap 21,7 gewann Holger Chemnitz (Uhlenhorst), der sein Handicap mit 39 Nettopunkten ebenso verbesserte wie der Zweitplatzierte Peter Finck (Lohersand/37).
Sieger in der Klasse ab Handicap 21,8 und damit Gewinner des Wanderpokals wurde Philip Rothländer, Geschäftsführer der Merkur Ostseehalle in Kiel. Er war mit Handicap 23,8 in das Turnier gestartet und verbesserte seine Vorgabe dank 41 Nettopunkten auf knapp über 20. „Ich bin völlig überrascht“, sagte Rothländer nach der Siegerehrung. „Toll, was hier für Sporttalente auf die Beine gestellt wird.“
Ergebnisse Sporthilfe-Cup 2026
Brutto: 1. Torsten Schönsee (HH Gut Waldorf/Handicap 7,3) 37 Punkte, 2. Paul-Steffen Finzenhagen (Uhlenhorst/4,2) 32, 3. Peter Finck (Lohersand/12,6) 37.
Netto (Klasse bis Handicap 21,7): 1. Holger Chemnitz (Uhlenhorst/16,0) 39, 2. Peter Finck (Lohersand/12,6) 37, 3. Torsten Schönsee (HH Gut Waldorf/7,3) 37.
Netto (Klasse ab Handicap 21,8): 1. Philip Rothländer (HH Gut Waldhof/23,8) 41, 2. Andre Kersch (Kitzeberg/26,5) 39, 3. Arne Netzband (HH Treudelberg/54,0) 38.
Longest Drive: Anna Lia Scheffler (Uhlenhorst/19,6) und Torsten Schönsee (HH Gut Waldhof/7,3). Nearest-to-the-Pin: Anne Pünder (Altenhof/1,32 m).
