Nur knapp sind bei der Weltmeisterschaft der olympischen Skiffsegler Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger an ihrer ersten WM-Medaille vorbeigeschrammt. Die Crew vom Bayerischen Yacht-Club lag nach dem ersten der beiden Medaillenrennen in der Bucht von Quiberon in der Bretagne noch auf dem Silberrang. Dann kam der Tiefschlag.
Im zweiten Finale blieben die Olympia-Elften von Marseille nach gutem Start in einem flauen Kursabschnitt hängen, kamen erst als Zehnte ins Ziel – Platz vier in der WM-Endabrechnung. „Heute sind wir traurig und enttäuscht, dass wir die Medaille nicht gewinnen konnten. In ein paar Tagen können wir sicher auch stolz auf unsere Leistung sein“, sagte Vorschoter Spranger. Gold, Silber und Bronze gingen nach Neuseeland, Österreich und in die Niederlande.
Bei den 49erFX-Frauen hatten die Hamburger Olympia-Sechsten Marla Bergmann und Hanna Wille (Mühlenberger Segel-Club) und Women’s-America’s-Cup-Steuerfrau Maru Scheel mit Freya Feilcke (Kieler Yacht-Club) das Finale der Top Ten ebenfalls mit Medaillenchancen erreicht. Die von der Stiftung Kieler Sporthilfe geförderten Athletinnen konnten in den launischen Winden nicht entscheidend punkten.
Die Kielerinnen verbesserten sich noch auf Platz fünf. Bergmann/Wille wurden nach turbulentem Finale Siebte, das zweite Kieler Team mit Anna Barth und Emma Kohlhoff, das mit zwei Siegen und einem dritten Platz in den ersten vier Wettfahrten stark in die WM gestartet war, beendete die Regatta auf Rang 17. Aufs Podium segelten Norwegen, Spanien und Polen.
Dom Tidey, Cheftrainer der Segelnationalmannschaft, sagte: „Es ist ein bittersüßes Ergebnis. Es ist immer hart, Medaillen so knapp zu verpassen. Andererseits haben wir eine der hochkarätigsten Weltmeisterschaften der letzten Jahre erlebt. Wir sind im Aufbau für LA 2028 und haben sehr talentierte junge Athleten.“
Am Vortag hatte in Viana do Castelo (Portugal) der Olympia-Fünfte Jannis Maus (Cuxhaven) bei der WM der Formula-Kiter Platz neun ersegelt. Ein kleiner strategischer Fehler hatte sein Viertelfinal-Aus besiegelt. Der Doktorand im Fach erneuerbare Energien ist erst im vergangenen Jahr wieder in seine zweite Olympiakampagne eingestiegen.