Den Italiener Antonio Esposito konnte Ressel im Viertelfinale mit einer Selbstfalltechnik im Golden Score besiegen. Im Halbfinale wartete mit Khasan Khalmurzaev der Olympiasieger von 2016 aus Russland. Nach fast zehn Minuten Kampfzeit hatte sich Ressel so erneut aufgrund von Inaktivitätsbestrafungen für den Kontrahenten mit einem Platz im Grand Slam Finale gegen den amtierenden Europameister Sagi Muki aus Israel belohnt.
Muki, der zuletzt den Grand Slam in Tel Aviv gewinnen konnte, ging mutig und angriffslustig zur Sache und holte eine große Wertung für eine Außensichel. Auch der zweite Angriff brachte Ressel in Bedrängnis, jedoch gelang es ihm, sich im letzten Moment auf den Bauch weg zu drehen, so dass es zu keiner Wertung kam. Kurz darauf setze Muki einen tiefen Schulterwurf an, den Dominic blockierte und seinerseits einen Tani-Otoshi (Konter-Technik) ansetze. „Er setzte hier das neue Regelwerk kompromisslos um, indem er Muki quasi aus der Bodenlage heraus anhob und voll auf den Rücken warf – Ippon-Sieg!“ beschrieb Kronshagen Trainer Issa Saroit, der am Tatami-Rand seinen einstigen Schützling unterstützte, den entscheidenden Moment. Der Wahl-Münchener stolz und glücklich: „Ein hart errungener Sieg. Aber es gehört dazu, die Besten zu schlagen, leichte Gegner sind da nicht zu erwarten. Und ich gehe immer positiv rein und auch positiv raus, wenn es mal nicht so klappt.“ (TD)